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Schulsenator Rabe stellt den neuen Hamburger Basiswortschatz vor

Schulsenator Ties Rabe hat heute den neuen Hamburger Basiswortschatz vorgestellt: „Wir wollen die Rechtschreibung der Hamburger Schülerinnen und Schüler verbessern. Gute Rechtschreibung ist gerade in Zeiten von E-Mail, SMS und Internet unverzichtbar. Die Schulbehörde hat deshalb gemeinsam mit Lehrkräften einen Basiswortschatz mit 785 Wörtern bzw. Wörtergruppen erarbeitet, den Hamburgs Schülerinnen und Schüler am Ende der vierten Klasse sicher beherrschen sollen. Der Basiswortschatz wird im kommenden Schuljahr an Hamburgs Schulen eingeführt und ab dem Schuljahr 2015/16 verbindlich. Weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Rechtschreibung sind jährliche Rechtschreibtests, eine Handreichung für Lehrkräfte mit inhaltlichen und methodischen Erläuterungen für guten Rechtschreibunterricht sowie entsprechende Fortbildungen. Mit der Handreichung werden wir auch klarstellen, dass richtiges Schreiben in der Schule von Anfang an geübt werden muss. Methoden, nach denen die Kinder monatelang oder gar jahrelang nicht auf richtige Rechtschreibung achten müssen, sind in Hamburg nicht zulässig.“
Hochbegabung, JuniorAkademie, Schleswig-Holstein-Hamburg

Schulsenator Ties Rabe: „Der Basiswortschatz ist die künftige Grundlage für den Rechtschreibunterricht an allen 203 Grundschulen. Er hilft den Lehrkräften, den Rechtschreibunterricht auf wichtige und häufig gebrauchte Wörter zu konzentrieren. Er zeigt den weiterführenden Schulen verlässlich an, worauf die Grundschule hingearbeitet hat und worauf in der Sekundarstufe aufgebaut werden kann. Zugleich schafft er auch gegenüber Schülern und Eltern Klarheit darüber, welche Wörter und welche Regeln für die Rechtschreibung wichtig sind. Darüber hinaus sichert er über alle Schulen hinweg klare Standards für den Rechtschreibunterricht. Der Basiswortschatz soll im Schuljahr 2014/15 schrittweise eingeführt werden und im Schuljahr 2015/16 verbindlich sein.“

Der Basiswortschatz umfasst 785 Worteinträge, darunter häufig gebrauchte Wörter, aber auch Wörter, an denen sich bestimmte Rechtschreibregeln besonders gut erlernen lassen. Stellenweise sind in einem Worteintrag verschiedene Wortformen und Wortableitungen, die zur Wortfamilie gehören, zusammengefasst. Der Basiswortschatz kann von den Kindern bis zu 50 Prozent individuell um für sie bedeutsame Wörter erweitert werden. Am Ende der vierten Klasse sollen dann alle Schülerinnen und Schüler über eine möglichst hohe Rechtschreibsicherheit verfügen.

Der Basiswortschatz wurde im Referat „Unterrichtsentwicklung Deutsch“ der Schulbehörde in Zusammenarbeit mit Lehrkräften erarbeitet. Die Auswahl der Wörter wurde in Anlehnung an die bayrische Grundwortschatzliste und ein vergleichbares Projekt in Berlin übernommen. In Absprache mit den zuständigen Ministerien sind Ergebnisse aus den jeweiligen Erfahrungen beider Länder in Anlage und Ausgestaltung des Basiswortschatzes eingeflossen. Darüber hinaus wurden Fachgespräche mit weiteren Experten geführt sowie empirische Untersuchungen zum Schreibwortschatz von Grundschulkindern herangezogen.

Der Hamburger Basiswortschatz ähnelt sehr der bayrischen Grundwortschatzliste, unterscheidet sich aber in wenigen Punkten:

        Neu aufgenommen wurden für Hamburg und Norddeutschland regionaltypische Bezeichnungen wie zum Beispiel „Düne“, „Ebbe“, „Flut“, „Hafen“, „Heide“, „Moor“, Mühle“, „Möwe“, „Schiff“, “Segel / segeln“ und „Sonnabend“. Nicht übernommen wurden eher für Bayern landschaftstypische Wörter wie „Hecke“, „Fichte“, „Tanne“ oder nicht mehr bzw. selten gebräuchliche Wörter wie „Diskette“ bzw. „Fröhlichkeit“.
        Einzelne Wörter sind nicht wie in der bayrischen Grundwortschatzliste auf die Jahrgangsstufen 1 und 2 oder 3 und 4 aufgeteilt, da von Anfang an je nach individueller Voraussetzung mit dem Wortmaterial gearbeitet werden soll und die Arbeit mit den Wörtern nicht auf die letzten beiden Grundschuljahre aufgeschoben werden soll.
        Der Hamburger Basiswortschatz enthält rund 100 Wörter mehr als die bayrische Grundwortschatzliste, darunter schreibwichtige und für Kinder bedeutsame Wörter wie z. B. „Fahrrad“ oder „Fußball“, Begriffe aus der Märchenwelt wie „König / Königin“, „Burg“, “Held / Heldin“, „Schloss“, aber auch Begriffe aus der Alltagswelt wie „Fußgänger“, „Butter“ „Heft“, „Nachmittag“, „langsam“ oder „täglich“.

Handreichung für den Rechtschreibunterricht

Der Basiswortschatz ist Teil eines umfassenden Maßnahmenpakets zur Verbesserung der Rechtschreibung. Er ist Bestandteil einer Handreichung für den Rechtschreibunterricht an Hamburger Schulen, die im Sommer 2014 erscheinen soll. Darin werden didaktische Hinweise zum Umgang mit dem Basiswortschatz sowie Anregungen und Beispiele für den Rechtschreibunterricht von Klasse 1 bis Klasse 7 gegeben. Die Handreichung soll die Lehrkräfte darin unterstützen, den Rechtschreibunterricht zu verbessern und die abstrakten Lernziele aus dem Bildungsplan in konkreten Unterricht zu überführen.

Jährliche verbindliche Rechtschreibtests „Hamburger Schreibprobe“

In allen Schulklassen soll zur Überprüfung der Rechtschreibfähigkeiten die „Hamburger Schreibprobe“ jedes Jahr verbindlich durchgeführt werden. Die Ergebnisse sollen den Schulen und Lehrkräften Rückmeldungen über den Leistungsstand der Schülerinnen und Schüler sowie Hinweise über Unterrichtserfolge und Handlungsbedarfe geben. Zur Umsetzung der neuen Maßnahmen sollen in Zusammenarbeit mit dem Landesinstitut breit angelegte Fortbildungen für Lehrkräfte durchgeführt und weiterentwickelt werden. In regionalen Konferenzen werden die Fachleitungen der Schulen außerdem speziell auf die neuen Aufgaben und die Erkenntnisse im Bereich des Rechtschreibunterrichts vorbereitet.

Verbesserung von Schulqualität und Unterricht an Hamburgs Schulen im Fokus

Schulsenator Ties Rabe: „Schulpolitik konzentriert sich oft einseitig auf organisatorische Fragen wie Ganztagsschulen oder G8 und G9. Entscheidend für den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler ist jedoch vor allem strukturierter, guter Unterricht mit klaren Zielen. Das neue Konzept zur Verbesserung der Rechtschreibung ist wie auch das neue Zentralabitur oder die Wiedereinführung von naturwissenschaftlichem Fachunterricht in den Stadtteilschule Teil einer Strategie zur Verbesserung von Schulqualität und Unterricht an Hamburgs Schulen.“
geschrieben am: 05.06.2014
Redaktion Hamburgparty.de


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